1 Millionen Schritte in der Corona Zeit

Traumbetrag für Geben für Leben durch überwältigende Unterstützung

„Zu Beginn dieses Monates habe ich euch von meiner neuen Herausforderung erzählt, nämlich dass ich im Monat Mai eine Millionen Schritte für den guten Zweck gehen möchte. Das sind 814 Kilometer, was eine Strecke von Nootdorp, in den Niederlanden, bis nach Schruns in Österreich gewesen wäre. 1 Millionen Schritte sind natürlich nicht wenig. Dennoch kann ich jetzt, am Ende des Monats – trotz der Corona Maßnahmen – persönlich die guten Nachrichten an die fantastischen Menschen bringen, die hinter der gemeinnützigen Organisation Geben für Leben stehen.

Letzten Donnerstag war es dann so weit. Die letzten Schritte der Challenge, wurden natürlich in Schruns in Österreich beschritten. Zusammen mit Casper, einem guten Freund, der auch mehrere Tage mit mir gelaufen ist, habe ich Österreich angesteuert, um persönlich den Check an Susanne Marosch, von dem fantastischen Team von Geben für Leben, überreichen zu können. Zu meiner großen Überraschung wurden wir nicht nur vor dem Schrunser Rathaus von Susanne erwartet, sondern Casper hatte einen echten Empfang vorbereitet. Neben ihr standen Jürgen Kuster, der Bürgermeister von Schruns, die Bürgermeisterkanidatin Andrea Tschofen-Netzer aus Tschagguns und Susi Schönherr, Mitarbeiterin des Tourismusbüros von Montafon, um diesen Moment ganz besonders zu machen.

Das war etwas mehr Aufmerksamkeit, als ich erwartet hatte, aber es war ein großer Hinweis darauf, warum ich mich so sehr auf diese Herausforderung gefreut hatte. Geben für Leben ist eine wundervolle Initiative, die jede Hilfe und Unterstützung gebrauchen kann. Sie setzen sich mit großer Fürsorge für unerlässliche Bluttests ein, um geeignete Spender für Leukämiepatienten zu finden. Es ist auch schön zu sehen, dass es so viele Menschen die Aktion unterstützt haben. Der Zielbetrag von eintausend Euro wurde übertroffen und ist inzwischen auf über fünftausend Euro angestiegen wovon ich nie zu träumen gewagt hätte. Ich erhielt sogar einen „Award der Dankbarkeit“ von der Stiftung als Dankeschön für mein Engagement, der natürlich einen besonderen Platz erhält.

Die Reise nach Österreich war in Zeiten von Lockdowns und Reiseverboten schon etwas sonderbar, glücklicherweise verlief sie aber ohne große Zwischenfälle. Vorab haben wir das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten kontaktiert, wodurch wir mit allen nötigen Informationen für die Reise versorgt waren. Selbstverständlich wurden wir auf Corona getestet. Das macht sicher keinen Spaß, so ein Corona Test, aber Casper und ich hatten ihn gerne gemacht. Mit dem Beweis, dass wir Coronafrei waren in der Tasche, war es relativ einfach nach Österreich zu reisen.

Es ist immer noch ein bisschen unwirklich, dass das alles funktioniert hat. Fünfunddreißigtausend Schritte am Tag sind nicht nichts, da macht man nach den ersten zwei Wochen schon etwas schlapp. Glücklicherweise ist alles gut verlaufen. Ich habe keine großen Verletzungen gehabt, und abgesehen von ein paar harten Tagen und ein paar Regenfällen ist alles gut gegangen.

Ich hatte noch bedenken, dass sich eine riesige Blase unter meinem Fuß gebildet hat, die mir die Suppe versalzt, aber nach einer Stunde harten Laufens spürt man das eh nicht mehr. Zumindest so lange, bis man die Schuhe wieder auszieht. Dann wird man plötzlich wieder an das erinnert, was man die ganze Zeit über ignoriert hat. Normalerweise leide ich nie unter Blasen, aber anscheinend saßen meine Socken nicht richtig, wodurch ich einige schmerzhafte Momente hatte.

Nach der zweiten Woche bekam ich Schmerzen an der Unterseite meines Fußes, also ging ich zu einem Spezialisten. Er war nicht sehr überrascht, vor allem als er hörte, dass ich keine Ruhetage einlegen würde. Mit ungefähr 35.000 Schritten pro Tag überlasten Sie Ihre Füße. Das geht zwei Wochen lang gut, aber danach wird es ihrem Körper zu viel werden“, sagte er mir.

Sehr zu meiner Freude waren die speziell für mich angefertigten Einlagen von René Juen aus Schruns die Lösung. Ich hatte diese einmal für meine Skischuhe anfertigen lassen, aber Rene hatte auch einen Satz Extrasohlen für mich angefertigt, die nun dafür sorgten, dass ich wieder schmerzfrei laufen konnte. Aufzugeben war natürlich keine Option, schon gar nicht, wenn ich daran dachte, welch harten Kampf Leukämiepatienten bestreiten müssen. Das hat alles sofort wieder ins rechte Licht gerückt und mir Energie gegeben, weiterzumachen.

Es ist also festzuhalten, dass ich es alleine wohl kaum geschafft hätte. Die Einlagen von Rene, die ständige Ermutigung meiner Familie, die Unterstützung durch Social Media und die Begeisterung aller Spender haben mir enorm geholfen. Es gibt zu viele Spenden, um allen persönlich zu danken, aber ich bin mir sicher, dass jeder weiß wie dankbar ich für jede Spende bin. Es war auch schön, nicht die ganze Strecke alleine gehen zu müssen, deshalb richte ich mich auch mit einem Dankeschön an Casper und Laurens für die Tage, die sie mit mir gelaufen sind.

Es war auch herzerwärmend zu sehen, dass viele Sponsoren eine Videobotschaft aufgenommen hatten, die meine Tochter zu einer fast zehnminütigen Kompilation zusammengestellt hatte. Zusammen mit einem schönen Willkommens-Schild, das meine Kinder zur Begrüßung an die Fassade gehängt hatten, war es eine leicht emotionale Heimkehr. Ein wunderbarer Abschluss eines besonderen Monats.

Wenn du nach dem Lesen dieser Blogs etwas zur Suche nach geeigneten Blutspendern für Leukämiepatienten beitragen möchtest, melde dich gerne bei der Initiative Geben Für Leben. Die freiwilligen Helfer können jederzeit alle Hilfe gebrauchen.“

– Remco Frühauf, CEO von InformerOnline

Susanne Marosch, mit der Summe, die für den guten Zweck gesammelt werden konnte.