So gestaltest du deine Corporate Identity!

Eine starke Corporate Identity definiert das Image deines Unternehmens. Sie unterscheidet dich nicht nur von der Konkurrenz, sondern hilft auch, Kunden von deiner Professionalität zu überzeugen. Doch die Gestaltung einer Corporate Identity ist mehr als nur die Erstellung eines Logos. Es braucht Zeit und Kreativität, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu schaffen. Wir helfen dir mit 5 praktischen Tipps auf die Sprünge.

Jeder kennt den Nike-Swoosh. Selbst der Name ist nicht mehr notwendig, um die Marke irgendwo zu erkennen. Dieses Markenzeichen wurde 1971 von Carolyn Davidson, einer Grafikdesign-Studentin, entworfen, und sie verdiente damit 35 Dollar. Was klein anfing, wurde durch gutes Marketing zum Kult. Das Design hat heute einen Marktwert von 26 Milliarden Dollar. Du siehst also, wie wichtig dein Corporate Design ist.

Dennoch…

Eine Corporate Identity ist mehr als ein Logo

Natürlich liegt der Erfolg der Marke Nike nicht nur an ihrem Logo. Viele Schachzüge zur Corporate Identity haben zu diesem riesigen Erfolg gehört.

Die Gestaltung eines „Corporate Designs“, wie das Corporate Identity Design, ist ein wie eine Reise, die weit über die Entwicklung eines Logos hinausgeht. Im Allgemeinen beginnt der kreative Prozess mit dem Logo, denn es ist das Aushängeschild der Corporate Identity.

Typografie. Welcher Schriftstil passt am besten zu deinen Dienstleistungen und Produkten? Entscheidest du dich für ein seriös wirkendes Helvetica oder lieber für das verspielte Bradley Hand? Das kommt ganz darauf an, wie du auf deine Kunden wirken möchtest.

Dennoch gibt es Schriftarten, die von vorneherein nicht ernst genommen werden, wie Comic Sans MS. Du musst also nicht nur das Aussehen, sondern auch den Ruf der Schriftart berücksichtigen. Dazu raten wir dir, die Schriftart zu googlen.

Ist die Schriftart gewählt, kannst du immer noch Änderungen vornehmen, um dich von anderen abzuheben. Manchmal kann das kleinste Detail in einem Schriftbild eine Emotion hervorrufen, die den ganzen Unterschied ausmacht. Ist dir schon einmal aufgefallen, dass die Buchstaben g und l von Google um einen Pixel verschoben wurden, weil die Schrift damit einfacher zu lesen ist? 

Form. Das Erscheinungsbild deines Unternehmens ist durch bestimmte Formen geprägt. Wenn das Logo eine bestimmte Form hat (z. B. eine Umrandung, ein Quadrat oder abgerundete Buchstaben), sollte sich dies auch in anderen Aspekten der Corporate Identity widerspiegeln. Allgemein sollte dein Corporate Design einheitlich in jedem Aspekt vertreten sein, damit du Brand awareness schaffen kannst. Denke dabei zum Beispiel an Visitenkarten, deine Webseite, dein Briefpapier, Fotos auf deiner Webseite oder auf deinem Instagram etc.

Bilder. Wie zeigst du in Fotos und Illustrationen, wofür dein Unternehmen steht? Oftmals wird vergessen, dass Bilder einen ersten und unwiderruflichen Eindruck hinterlassen. Bilder, Fotos oder sogar kleine Videos spielen in Zeiten von Instagram und Tik Tok eine immer größere Rolle. Es lohnt sich also etwas mehr Zeit in die Gestaltung oder in die Suche von Bildern zu investieren. Am besten ist es natürlich, wenn du selbst hochwertige Fotos oder Bilder machst. Wenn dies für dein Unternehmen aber nicht so wichtig ist, oder du nicht das Budget dafür hast, kannst du auch Bilder bei Bannersnack gestalten oder Stockbilder bei Pexels, Unsplash oder Pixabay suchen.

Farbe. Überlege dir, welche Farben zu deinem Business passen, versuche aber dennoch kreativ zu sein. Triff eine kleine Auswahl und lass dich von Kollegen und Freunden beraten.

Außerdem ist die Auswahl einer Farbe für die Corporate Identity ist eine Spezialaufgabe, denn alle bekannten Farbsysteme für die Online-Nutzung (RGB und Hexadezimal), den Druck (CMYK und PMS) oder für Lack und Kunststoff (RAL) müssen exakt aufeinander abgestimmt werden, damit dein Design auch wirklich überall die gleiche Farbe zeigt – online wie offline. Du siehst also, dass du dir mit deiner Farbauswahl wirklich sicher sein solltest.

Tone of voice. Wie sprichst du deine Zielgruppe an? Entscheidest du dich für ein hippes Logo mit einem eingängigen Slogan oder wäre das für deine Branche zu unprofessionell?

Wir bei InformerOnline haben uns zum Beispiel ganz bewusst für einen eher persönlichen Tonfall entschieden, auch wenn das in der Buchhaltung nicht immer der Fall ist. Diese Entscheidung haben wir getroffen, weil wir unsere Kunden direkt ansprechen möchten und ihnen auf persönlicher Ebene zur Seite stehen möchten. Du siehst also, dass du nicht immer den herkömmlichen Weg gehen musst.

Brand voice. Auch den Klang deines Markennamens solltest du näher untersuchen. Natürlich solltest du dich erst einmal über Synonyme und Doppeldeutigkeiten bezogen auf deinen Brandname informieren.

Der zweite Schritt ist, sich mit dem Klang des Marknamens zu befassen. In Zeiten von Sprachassistenten wie Google Home und Amazon Alexa solltest du sicher gehen, dass dein Name auch von diesen Tools erkannt werden kann. Außerdem solltest du darauf achten, dass dein Markenname nicht unglücklich ausgesprochen wird. Die Seriosität deiner Marke könnte sonst darunter leiden.

5 Tipps für eine perfekt passende Corporate Identity

Du hast alle oben genannten Aspekte einer Corporate Identity durchdacht? Dann wird es jetzt Zeit für die nächste Phase. Als Start-up kannst du deine Corporate Identity von Grund auf für deine Zielgruppe designen. Wir zeigen dir wie!

Hast du bereits eine Corporate Identity, aber es fällt dir schwer dein offline Design auf den online Markt zu übertragen? Auch damit helfen dir die folgenden 5 Tipps!

1. Was ist deine Identität?

Welche Zielgruppe hast du im Visier, und welches Image passt am besten zu dir? Die Corporate Identity sagt nicht nur etwas über dein Unternehmen aus, sondern auch über dich selbst als Unternehmer.

Deshalb solltest du dich im ersten Schritt erstmal selbst analysieren. Mache dir dazu eine Liste und schreibe auf, welches Bild du von deinem Unternehmen hast und welche Eigenschaften deines Unternehmens du besonders hervorheben möchtest. Wie soll das Unternehmen auf potentielle Kunden wirken? Seriös, sympathisch, familiär oder kreativ?!

Natürlich kannst du dich von der Herangehensweise deiner Mitbewerber inspirieren lassen, aber hüte dich davor, diese blind zu kopieren, denn das Ziel ist, sich von anderen Unternehmen abzusetzen. Nur weil eine Strategie für ein anderes Unternehmen funktioniert, heißt das nicht, dass es bei dir auch anschlagen wird. Denke immer daran, dass hinter einer Marke ein ganzes Team und ein langer Entwicklungsprozess steht.

2. Die rechtlichen Aspekte

Die rechtlichen Aspekte haben einen hohen Stellenwert in der Entwicklung einer Corporate Identity. Ein grafischer Entwurf unterliegt dem Urheberrecht. Wenn du ein Logo oder einen kompletten Hausstil von einem externen Designer entwerfen lässt, musst du klare Vereinbarungen über das Urheberrecht festlegen. Außerdem musst du darauf achten, dass dein Design keinem anderen geschützten Design zu sehr ähnelt.

3. Weniger ist mehr!

Gestalte deine Corporate Identity nicht unnötig kompliziert. Wenn du zu viele Details verwendest, ist es schwierig Wiedererkennungswert (Brand awareness) zu entwickeln. Außerdem solltest du ein Design wählen, dass zeitlos ist. Nike hat hier, wie schon angesprochen, sehr gute Arbeit geleistet. Du siehst also, auch die Verbraucher und Geschäftskunden bevorzugen Einfachheit. Hole dir Inspiration von anderen erfolgreichen Marken!

4. Spare an anderen Stellen

Vor allem mit fortlaufender Digitalisierung wird deine Corporate Identity immer wichtiger. Viele Verbraucher entscheiden sich auf Grund von Verpackungen, bzw. einem Design für ein bestimmtes Produkt, besonders, wenn sie sich nicht zwischen zwei Produkten entscheiden können.

Du solltest also das Design deines Logos keiner Logo-Maker-Webseite für ein paar Euros überlassen, sondern den Auftrag an Profis übergeben. Schließlich erfordert das Design eines Logos Fachwissen und Einblicke in das Unternehmen. Es gibt Grafikdesign-Agenturen sowohl für große als auch für kleine Budgets, deine professionelle Anleitung kann hier den Unterschied ausmachen.

5. Keine Angst vor Veränderung

Wenn du siehst das dein Corporate Design nicht anschlägt, ist es keine Schande sich umzuorientieren. Veränderungen im Design sind sehr gängig und passieren meistens, wenn sich das Budget erhöht oder sich der Markt verändert. Manchmal reicht schon eine kleine Änderung der Corporate Identity, um sich wieder vom Markt abzuheben.

Rechnungen in deinem eigenen Corporate Design

Wenn du mit dem Buchhaltungsprogramm von InformerOnline arbeitest, kannst du ganz leicht Rechnungen in deinem eigenen Hausstil kreieren. Dieses Design wird dann als Vorlage gespeichert und ist somit einheitlich. Wenn du möchtest, kann das Programm sogar automatisch Rechnungen für dich erstellen und verschicken. Wurde die Rechnung bezahlt, wird dies automatisch im System vermerkt. Steht die Zahlung aus, kannst du mit einem Mausklick eine Zahlungserinnerung senden. Wenn doch alles so einfach wäre….

#BuchhaltungNeuDefiniert

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