Homeoffice-Pauschale: Alles was du wissen musst!

Zum Ende des Jahres wurde die Homeoffice-Pauschale heiß diskutiert, denn wer von zu Hause aus arbeitet, hat natürlich kosten. Aus diesem Grund hat der Bundestag das Jahressteuergesetz 2020 erlassen, um Arbeitnehmer zu entlasten. In diesem Blog zeigen wir dir alles was du Wissen musst.

Bislang konnte man sein Homeoffice nur steuerlich absetzen, wenn es sich um ein separates Arbeitszimmer handelt. Die Quarantäne hat jedoch neue Anforderungen an die Steuerregelungen gestellt. Durch die Pauschale können Arbeitnehmer ihre Homeoffice-Kosten auch absetzen, wenn die Kriterien für ein festes Arbeitszimmer nicht erfüllt werden.

Weshalb die Pauschale?

Die Pauschale wurde hauptsächlich ins Leben gerufen, damit nicht jeder Arbeitnehmer individuell seine Ausgaben berechnen und einen Antrag stellen muss.

Was beinhaltet die Pauschale?

Die Pauschale beinhaltet das 5€ pro Tag für das Homeoffice abgesetzt werden dürfen. Allerdings beruht sich der maximale Betrag auf 600€ pro Jahr. Das wären also 120 Homeoffice-Tage.

Die Pauschale wird jedoch auf den Arbeitnehmerpauschalbetrag von 1000€ angerechnet. Diese Regelungen hat viele Diskussionen ausgelöst, denn dies bedeutet, dass der Arbeitnehmer, trotz der Pauschale, komplett leer ausgeht, wenn er keine anderen Aufwendungen gehabt hat.

Wie kann ich am meisten von der Pauschale profitieren?

Wenn du den vollen Betrag von 600€ beanspruchen möchtest, muss der Werbungskostenpauschalbeitrag von 1000€ überschritten werden. Überschreitest du die 1000€ nicht, sind die 600€ sozusagen inkludiert. Die Homeoffice-Pauschale fungiert also nicht als zusätzliche Pauschale, die genutzt werden kann, sondern sie muss im Zusammenhang mit den anderen Pauschalen abgesetzt werden.

Was muss ich beachten?

  1. Wenn du im Homeoffice arbeitest, fallen andere Kosten weg, was allgemein zu einer geringeren Steuererstattung führen kann. Besonders Fahrtkosten sind hier sehr entscheidend, denn gibst du an, dass du an einem bestimmten Tag im Homeoffice warst, fallen die Fartkosten für diesen Tag komplett weg.
  2. Es gibt keine aktuellen Doppelregelungen für das Arbeitszimmer und die HO-Pauschale. Wenn du schon vor der Quarantäne im selben Arbeitszimmer, in einem Wohnverband o.ä., gearbeitet hast, hast du keinen Anspruch auf die HO-Pauschale und die vorherigen Regelungen bleiben bestehen.

Durch diese Einschränkungen profitieren leider nicht alle gleich von dieser Pauschale.

Außerdem musst du bedenken, dass das Finanzamt natürlich auch Anfragen kann, ob du überhaupt im Homeoffice warst. Deshalb empfehlen wir dir, dir von deinem Arbeitgeber eine Bestätigung ausstellen zu lassen. Diese sollte den Zeitraum beinhalten, von wann bis wann du von zu Hause aus gearbeitet hast.

Unabhängig von der Pauschale kannst du aber natürlich immer noch Arbeitsmaterialien wie Laptop, Schreibtisch, Schreibtischlampe etc. von der Steuer absetzen.