6 Fehler die Startups begehen

Wenn du ein Start-up starten möchtest und nach Tipps suchst, stößt du meistens auf Beiträge, die dir zeigen wie du ein Start-up gründest. Wir glauben, dass es besonders hilfreich ist, aus den Fehlern anderer zu lernen. Deshalb haben wir in diesen Blog die 6 häufigsten Fehler aufgezählt, die Startups begehen.

1. Geld als einzige Intention

Ein Fehler den Startups häufig begehen, ist, dass sie nur das Geld als Ziel sehen. Wenn du dir die Erfolgsgeschichte von Steve Jobs oder Bill Gates ansiehst, wird dir auffallen, dass sie nicht nur wegen dem Geld erfolgreich werden wollten, sondern vielmehr, weil sie etwas verändern wollten. Sie hatten neue, innovative Ideen und waren sehr interessiert an ihrem Feld. Sie hatten die Intention etwas Neues zu schaffen und Menschen durch ihr Produkt den Alltag zu erleichtern. Wenn du Freude an deinem Produkt hast und zufrieden damit bist, werden es deine Kunden auch sein. Handelst du nur aus Profit, leidet das Produkt, was sich in den Verkaufszahlen zeigen wird. Versuche also eher deiner Zielgruppe mit deinem Produkt zu helfen, als damit Geld zu verdienen. Wenn dein Produkt wirklich eine Lücke füllt, wird es auch Erfolg haben.

2. Der perfekte Plan

Viele Startups machen den Fehler, alles im Voraus zu planen. Pläne werden ausgeklügelt, die auf Einschätzungen beruhen. Sie planen so lange, dass es sie daran hindert einfach loszulegen. Einige starten sogar erst gar nicht, weil sie keinen perfekten Plan kreieren können. Doch die Wahrheit ist, es gibt keinen perfekten Plan. Du musst einfach starten und auf die Resonanz reagieren.

Der richtige Weg ist es, das Nötigste zu planen und dann einfach anzufangen, denn die Wahrheit ist, dass ein gutes Unternehmen anpassungsfähig sein muss. Du kannst nicht vorher wissen wie dein Produkt angenommen wird. Wenn dein Produkt auf dem Markt ist bekommst du Feedback und kannst einschätzen was bei deiner Target Group Früchte trägt und was du verbessern kannst. Hier gilt es zu reagieren. Es kommt also darauf an, im rechten Moment das richtige zu tun und nicht im voraus den perfekten Plan zu haben.

3. Zu viel Geld investieren

Natürlich ist es wichtig einen Arbeitsplatz und die nötigen Materialien zu haben. Doch viele Startups geben zu viel Geld aus, bevor sie überhaupt Geld verdient haben. Viel wichtiger als ein schönes Büro und ein schönes Firmenauto ist deine Marke und dein Ansporn. Du brauchst kein Geld, um Geld zu verdienen. Was du brauchst ist Motivation und Zielstrebigkeit. Was du investieren solltest in deine Zeit, um zu arbeiten, um dein Produkt zu verbessern und zu vertreiben – Nicht dein Geld.

In einem TED-Talk von Bill Gross wird gezeigt, was bei Start-ups zum Erfolg geführt hat. Hierzu wurden die Erfolgsgeschichten von 100 verschiedenen Start-ups untersucht und verglichen. Herauskam, dass Timing bei 41% der Startups die wichtigste Rolle spielte, gefolgt vom Team mit 32%, der Idee mit 28%, dem Business Model mit 24% und zu guter Letzt die Finanzierung mit 14%. Du siehst also, dass Geld nicht die übergeordnete Rolle spielen sollte. Wenn du ein Business startest, das wunderbar finanziert ist zu einem Zeitpunkt rausbringst, an dem keine Nachfrage herrscht, floppt dein Startup und du verlierst viel Geld. Konzentriere dich also eher auf die anderen Aspekte.

Hier geht es zum TED-Talk

4. Keine Marketingstrategie

Wenn du eine Marke aufbauen möchtest, musst du wissen, wo du diese vermarkten möchtest und was dein Zielpublikum ist. Hierzu hilft es sich die direkte Konkurrenz anzuschauen. Schau dir an, wie sie ihr Produkt kommunizieren und versuche aus diesen Tipps zu lernen. Natürlich sollst du nichts kopieren, aber du solltest deine Konkurrenz aber auf jeden Fall im Auge behalten.

Sagen wir du startest mit einer Webseite und einem Instagram-Profil. Dann beobachte deinen Trafik. Nutze SE-Ranking, um zu schauen welche Keywords am besten ranken. Schaue dir deine Analytics an, um herauszufinden, welche deiner Beiträge am beliebtesten sind und welche Gruppe von Menschen du erreichen kannst (Geschlecht, Alter, Beruf, …). Fange mit minimaler Finanzierung an und investiere dann in die Bereiche, die dir am meisten Trafik einbringen.

5. Businesspartner werden

Natürlich klingt es verlockend in ein Business einzusteigen. Jemand stellt dir hochmotiviert seine Businessidee vor, samt PowerPoint Präsentation und Business Model. Da kann man schnell mal den Ernst der Lage vergessen. Doch gerade hier gibt es große Fallhöhen. Eine Businesspartnerschaft sollte nicht leichtfertig eingegangen werden. Du solltest die Person auf jeden Fall gut kennen und auch schon mit ihr gearbeitet haben. Vergiss nicht, dass du mit dieser Person eine große Bindung eingehst – Man könnte diese fast mit einer Ehe vergleichen (Zumindest wirst du mit deinem Partner genauso viel Zeit verbringen, wenn nicht mehr…). Wenn ihr nicht dieselben Vorstellungen, Interessen und Werte teilt wird es früher oder später zu Streitigkeiten kommen, worunter das Startups leidet und vielleicht sogar verbrechen könnte.

6. Gefangen in der Blase

Einen Fehler, den viele Unternehmer begehen, ist, dass sie immer in denselben Kreisen bleiben.

Der erste wichtige Schritt ist es, kein Einzelkämpfer zu sein. Das bedeutet, dass du dir als Unternehmer ein Umfeld mit Gleichgesinnten aufbauen musst, die dich beraten und dir Tipps geben können.

Der zweite Schritt verlangt danach, auch mal aus dieser Blase auszubrechen. Rede mit so vielen Menschen über deine Idee und deine Fortschritte wie möglich, damit du verschiedene Einblicke bekommst. Du wirst vielleicht bemerkt haben, dass die Ratschläge, die du von Arbeitskollegen im selben Feld bekommst, sich ähneln oder sogar ident sind. Das kommt ganz einfach davon, dass du dich in derselben Blase bewegst. Um wirklich kreativ zu werden und neue Dinge zu entdecken, die dazu führen, dass du dich von anderen Startups absetzen kannst, musst du raus aus dieser Blase. Nur so kannst du innovativ werden!