Der Businessplan: Was er beinhaltet und wie du einen erstellst

Ein Businessplan, auch Geschäftsplan genannt, ist ein schriftliches Dokument, welches das Konzept eines neuzugründenden Unternehmens beschreibt. Somit enthält er alle Schritte, die der Unternehmer zur Verwirklichung seiner Geschäftsidee plant.

Für gewöhnliche umfassen Businesspläne 20 bis 25 Seiten, zuzüglich Dokumenten mit genauen Angaben zur Einsicht der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Damit du weißt wie und womit du diese Seiten füllen kannst, beinhaltet dieser Beitrag die folgenden Punkte:

  1. Wozu brauche ich einen Businessplan?
  2. Was beinhaltet er?
  3. Tipps zum Erstellen eines Businessplans und die Kernfragen zur Erarbeitung des Geschäftsplans

1. Wozu brauche ich einen Businessplan?

Ein Businessplan wird aus zwei Gründen erstellt:

  1. Die Unternehmensgründer können mit seiner Hilfe die Geschäftsidee im Vorfeld analysieren. Eine Unternehmensgründung sollte gut und detailliert geplant werden. Hierzu müssen die Stärken und Schwächen des Konzeptes analysiert und Risiken abgewogen werden.
  2. Für die Präsentation des Geschäftsmodells und der Finanzierung für mögliche Investoren und Geldgeber. Somit sollte der Businessplan die Vorzüge für den Geldgeber hervorbringen, er sollte aber auch realistisch gestaltet werden, damit er glaubwürdig ist.

Allgemein kann also festgehalten werden, dass Businesspläne die generelle Durchführbarkeit und das wirtschaftliche Potenzial der Geschäftsidee prüfen.

2. Was gehört in einen Businessplan?

Der klassische Businessplan besteht aus acht Punkten:

  1. Eine Zusammenfassung der Geschäftsidee, in der diese kurz und prägnant beschrieben wird. Außerdem werden hier die größten Stärken, aber auch Schwächen aufgelistet und wie die Ziele für die ersten Jahre aussehen.
  2. Wer sind die Unternehmensgründer? Hier stellen sich die Gründer vor. Jegliche Qualifikationen und Berufskenntnisse werden hier aufgelistet, damit Investoren sich ein Bild machen können.
  3. Die Darstellung der Produktidee. Hier wird der Nutzen und der USP (Unique Selling Point) des Produktes präsentiert. Es muss klar ersichtlich sein, weshalb das Produkt eine Nische füllt und ein Erfolg werden wird.
  4. Die Marktdarstellung: Hierzu gehört eine Analyse der Target Group, also der potentiellen Kundschaft, und eine Einschätzung des Marktes, bzw. der Konkurrenz. Auch hier sollte deutlich werden welche Stärken und Schwächen das Produkt hat.
  5. Das Marketingkonzept. Hier wird beschrieben, mit welcher Strategie die Kunden erreicht werden sollen. Es sollte angegeben werden, wieviel Budget hierfür eingeplant wird und über welches Medium Kunden erreicht werden sollten.
  6. Die Unternehmensführung wird vorgestellt. Hier werden die Abteilungen und die Mitarbeiter und die Partner vorgestellt. Außerdem wird angegeben unter welche Rechtform das Unternehmen fällt (GmbH, OHG, AG, KG).
  7. Der Finanzplan. Hier wird vorab ermittelt, welche Erlöse das Unternehmen erzielt und welche Kosten kompensiert werden müssen. Hierzu zählt auch die Angabe des benötigen Kapitals und in welcher Form der Investor sein Geld zurückerhalten soll.
  8. Die Risikoanalyse. Hier müssen die Gründer auf die Risiken hinweisen und außerdem angeben, wie geplant wird, diesen Wort-Case-Fällen entgegen zu wirken.

Diese acht Punkt mögen erstmal als viel erscheinen, doch wenn du eine genaue Vorstellung von deinem Unternehmen hast, kannst du schnell 20-25 Seiten füllen.

3. Tipps zum Erstellen eines Businessplans

Wo fängst du am besten an?

Das Wort Businessplan mag auf den ersten Blick einschüchternd klingen. Dabei ist es nichts weiter als ein Konzept wie jedes andere. Für jedes große Projekt muss ein Plan erstellt werden. Baut man ein Haus, fängt der Bauleiter auch nicht ohne Plan an. Denke also daran, dass der Geschäftsplan vor allem zur Orientierung dienen soll.

Zunächst einmal musst du dich selber als Unternehmer unter die Lupe nehmen. Wenn du ein Unternehmen starten möchtest, solltest du genau wissen, was du bereits hast und was dir noch fehlt, um deine Geschäftsidee umsetzen zu können. Mit diesem Schritt kannst du bereits viele grundlegende Fragen beantworten.

Im nächsten Schritt geht es darum, dein Umfeld zu analysieren.

Auch die WKO möchte Unternehmern helfen, Businesspläne leichter erstellen zu können. Hierzu wurde die Plattform IDEAS2BUSINESS erstellt. Hier gibt es Businessplan-Vorlagen, die dir zum perfekten Konzept verhelfen.

Die Kernfragen zur Erarbeitung deines Geschäftsplans:

1. Was biete ich an?

Hier solltest du die Eigenschaften und die Vorzüge deines Produktes schriftlich ausformulieren. Diese Angaben sollten kurz und prägnant sein. Es ist wichtig, dass du deine Geschäftsidee kurz und knackig rüberbringen kannst, damit du schnell andere damit begeistern kannst. Stelle Freunden und Familie deinen Pitch vor und hole dir Kritik ein. Letztendlich ist dieser dein wichtigstes Hilfsmittel, um Geldgeber zu überzeugen.

2. Was ist der Nutzen meines Produktes?

Stelle dir die Frage nach deinem Alleinstellungsmerkmal (USP).

  • Welche Nische nutzt du? Was bietest du an, was kein anderer hat?
  • Weshalb würden Kunden sich gerade für dein Produkt entscheiden und nicht für ein anderes?
  • Wie kann ich mein Produkt nach einzigartiger machen?
  • Gibt es die Möglichkeit, dass mein Produkt vielleicht gar nicht benötigt wird?

Mit der Beantwortung dieser Fragen kannst du ein umfangreiches Produktprofil erarbeiten, das anderen die Vorzüge deines Produktes aufzeigt.

3. Was ist meine Zielgruppe?

Um ein Produkt an den Kunden zu bringen, musst du zunächst einmal wissen, wer deine Kunden überhaupt sind und wo du sie findest. Ein guter Unternehmer weiß: Die Zielgruppe können nie Alle sein.

  • Stelle dir also die Frage, wer dein Produkt brauchen und wer nicht darauf verzichten könnte.
  • Kann sich deine Zielgruppe dein Produkt überhaupt leisten?

Außerdem:

  • Wo und wie kannst du deine Kunden erreichen und was kostet dich das? Der Marketingplan muss je nach Alters- und Interessensgruppe angepasst werden, damit du dein Geld optimal investiert werden kann.

Hierbei ist auch eine Standortanalyse durchzuführen.

  • Wo ist dein Shop located?
  • Welche Besonderheiten bietet dieser Standort?
  • Wie ist er zu erreichen?
  • Wie leicht können meine Kunden an mein Produkt gelangen?

4. Wie viel Geld brauche ich wirklich?

Generell ist zu sagen, dass nicht das Budget den Erfolg ausmacht, sondern der USP des Produktes und das Timing. Du musst zum richtigen Zeitpunkt etwas anbieten, was eine große Gruppe von Menschen braucht. Bedenke also, dass nicht das Geld der entscheidende Faktor sein sollte, sondern deine spitzen Geschäftsidee. Somit ist es bei dem Thema Budget besonders wichtig realistisch zu bleiben und dich zu fragen:

  • Wie viel Geld brauche ich wirklich?
  • Was passiert, wenn mein Produkt nicht sofort angenommen wird?
  • Was ist mein Break-Even-Point (Der Punkt, ab dem du Gewinn machst) und wie finanziere ich mich bis zu diesem Punkt?
  • Gerade hier werden deine möglichen Geldgeber ganz genau lesen, denn sie wollen schließlich Gewinn machen.

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