Buchungssatz

Mithilfe des Buchungssatzes lassen sich alle Geschäftsvorfälle, die zu einer Veränderung der Vermögenssituation des Unternehmens führen, vereinfacht darstellen.

Basics

Bevor du dich mit den Buchungssätzen befasst, solltest du dich erst mit einigen Basics auseinandersetzen. Ausgehend von der Bilanz werden alle Geschäftsvorfälle mithilfe von sogenannten Erfolgs- und Bestandskonten dargestellt. Bei den Erfolgskonten wird zwischen Aufwandskonten, also einer Kapitalminderung und den Ertragskonten, einer Kapitalmehrung unterschieden. Bei den Bestandskonten hingegen wird zwischen den Aktiv- und den Passivkonten unterschieden. Die Aktivkonten stellen die Vermögenspositionen (Anlagevermögen, Umlaufvermögen) und die Passivkonten die Kapitalpositionen (Eigenkapital, Verbindlichkeiten) dar. Diese Bestandskonten werden oft auch als T-Konten bezeichnet, da sie an die Form eines T erinnern. Hier ein Beispiel um dies zu verdeutlichen:

T-Konto

Das T-Konto stellt eine zweiseitige Rechnung dar. Die linke Seite wird mit Soll (S) bezeichnet, die rechte Seite mit Haben (H). Alle Geschäftsvorfälle müssen in diesen Konten festgehalten werden, was dann als Buchung bezeichnet wird. Gebucht werden Anfangsbestände, Zugänge (Mehrungen), Abgänge (Minderungen) und Schlussbestände. Wichtig: Alle Zugänge werden im Soll gebucht, alle Abgänge im Haben. Bei Passivkonten verhält es sich umgekehrt!

Aktivkonto

Passivkonto

Geschäftsvorfälle

Bevor du die Buchungen in Konten vornimmst und dich somit mit den Buchungssätzen auseinandersetzt, ist es hilfreich folgende Fragen zu klären:

  1. Welche Konten werden angesprochen?
  2. Handelt es sich um Aktiv-/Passiv-Konten?
  3. Liegt bei der Buchung eine Mehrung (Zugang) oder Minderung (Abgang) des Bestandes vor?

Hier sind zwei Beispiele zur Verdeutlichung:

Die IT GmbH kauft Rohstoffe im Wert von EUR 600,- gegen Barzahlung.

  1. Konten = Rohstoffe, Kasse
  2. Rohstoffe = Aktivkonto, Kasse = Aktivkonto
  3. Bestand an Rohstoffen nimmt um EUR 600,- zu: Mehrung; Kassenbestand nimmt um EUR 600,- ab: Minderung.

Im Konto Rohstoffe ist im Soll zu buchen, im Konto Kasse in Haben.

Beispiel Aktivkonto

Die IT GmbH kauft eine Maschine im Wert von EUR 20.000,- auf Ziel.

  1. Konten = Maschinen, Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung
  2. Maschinen = Aktivkonto, Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung = Passivkonto
  3. Bestand an Maschinen nimmt zu: Mehrung; Bestand aus L&L nimmt zu: Mehrung

Im Konto Maschinen ist im Soll zu buchen, im Konto Verbindlichkeiten aus L&L im Haben (Passivkonto!).

Beispiel Passivkonto

Aufbau eines Buchungssatzes

Die Grundregel für einen Buchungssatz lautet: SOLL an HABEN, Betrag.

Übertragen wir diese Regel auf die beiden Beispiele von vorhin lauten diese:

1. Rohstoffe an Kasse 600,-
2. Maschinen an Verbindlichkeiten  aus L&L 20.000,-

Zusammengesetzte Buchungssätze

Werden bei einem Geschäftsvorfall mehr als zwei Konten angesprochen, nennt man diese zusammengesetzte Buchungssätze. Hier ein Beispiel um dies zu verdeutlichen:

Die IT GmbH kauft Rohstoffe im Wert von EUR 6.600,- und zahlt EUR 600,- in bar und EUR 6.000- durch Banküberweisung.

Rohstoffe     6.600,- an Kasse 600,-
an Bank 6.000,-

Beispiel mehrere Buchungssätze

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