Was ist ein Kontenplan?

Ein Kontenplan ist eine Sammlung von Hauptbuchkonten in einem Buchhaltungssystem, bzw. das Verzeichnis aller Konten eines Unternehmens. Dieses Verzeichnis ist ein elementarer Bestandteil der doppelten Buchführung. Gebildet wird dieser nach der Grundlage und Struktur des, auf das Unternehmen zugeschnitten, Kontenrahmens. Um Chaos in der Verwaltung zu vermeiden, sind alle Kosten, Einnahmen und andere Buchungen mit einem Konto (Kategorie) verknüpft. Alle Sachkonten (Kategorien) bilden dann zusammen den Kontenplan.

Wozu brauchen wir den Kontenplan?

Der Kontenplan dient als Grundlage für die Finanzberichterstattung des Unternehmens. Das Ziel ist es alle Geldflüsse des Unternehmens geordnet wiedergeben zu können. Da diese auch für Dritte klar ersichtlich sein sollen, dient der Kontenplan als ein Standard, den Unternehmen befolgen, damit ihre Buchhaltung nachvollziehbar ist. Durch dieses System werden außer- und innerbetriebliche Leistungsvergleiche und die Lesbarkeit der Abschlüsse erleichtert.

Es ist festzuhalten, dass es sich durchaus lohnt, einen umfangreichen Kontenplan zu entwickeln, denn je umfangreicher dieser, desto aussagekräftiger sind diese Daten für die Buchführung. Denn durch mehr Kategorien, können deine Fakturen und andere Geldflüsse besser auseinandergehalten werden. Wenn du allerdings zu viele Konten integrierst, wird deine Buchführung unübersichtlich.

Welche Standards müssen befolgt werden?

Börsenorientierte Unternehmen innerhalb der EU sind seit 2005 dazu verpflichtet, ihre Rechnungslegung nach dem festgelegten Standard der IFRS (International Financial Reporting Standards) gestalten.

Andere Unternehmen können ihren Kontenplan so gestalten, wie sie es für sinnvoll halten. Da es aber einen einheitlichen österreichischen Kontenrahmen gibt, richten die meisten Unternehmen ihren Kontenplan nach diesem aus.

Ein Bespiel für einen Kontenplan findest du hier.

Kontenrahmen als Grundlage

Gebildet wird der Kontenplan nach der Grundlage und Struktur des, auf das Unternehmen zugeschnitten, Kontenrahmens.

Der Kontenplan und der Kontenrahmen gehören unmittelbar zusammen, denn der Kontenrahmen dient als Grundlage für die Gestaltung des Kontenplans eines Unternehmens. Der Unterschied ist, dass ein Kontenplan, sozusagen, ein Kontenrahmen ist, der speziell auf die Bedürfnisse eines Unternehmens zugeschnitten wurde. Somit kann dieser dieser auch weniger bzw. oder sogar mehr Konten enthalten als der Kontenrahmen, der als Basis diente. Die Kontenklassen und Nummerierungen werden vom ursprünglichen Kontenrahmen übernommen.

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Kategorien aus dem Kontenplan sind grundsätzlich alle in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Die Bilanz zeigt alle Vermögenswerte und Schulden des Unternehmens. So findest du einen Überblick über alle Computer, Maschinen, aber auch den Bestand und das Geld auf den Bankkonten. Wenn du also einen Kontenplan mit einer Bilanz verknüpfst, findest du die Buchungen des Kontenplans in der Bilanz wieder.

Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt, was über einen bestimmten Zeitraum, innerhalb des Unternehmens passiert ist. Sie bietet einen Überblick über alle Einnahmen und Ausgaben. Wie der Name schon sagt, führt der Saldo dieses Kontos zu einem Gewinn oder Verlust. Durch die Einordnung in Kontenklassen kannst du schließlich nachvollziehen, was die Stärken und Schwächen deines Unternehmens sind.

Die Erstellung eines Kontenplans hilft dir also nicht nur, die legalen Aspekte der Buchhaltung zu befolgen, sondern dient auch zur innerbetrieblichen Leistungsprüfung.

Kategorien statt Sachkonten

Der Begriff Sachkonto ist eigentlich etwas veraltet. Zusammengefasst bilden alle Konten eines Unternehmens das Hauptbuch. Vor der digitalen Buchhaltung hat man die einzelnen Konten inkl. Fakturierung und allen Belegen physisch in getrennten Büchern aufbewahrt, weshalb wir heute von Büchern sprechen.

Da wir bei InformerOnline mit Robotic Accounting arbeiten und nichts mehr physisch in Büchern aufgehoben werden muss, sondern alles in der Cloud gespeichert wird, sprechen wir nicht mehr von Sachkonten, sondern von Kategorien. Die Kategorien helfen uns, die Buchhaltung noch übersichtlicher zu gestalten. Folglich werden Fakturen, Belege usw. einfach mit Kategorien verknüpft, wodurch alle Transaktionen geordnet abgespeichert werden und jederzeit abrufbar sind. Da Das Programm von deinen Anweisungen lernt, können Aus- und Eingangsrechnungen automatisch verbucht werden, was dir auch die Fakturierung erheblich erleichtern wird. Angeboten wird diese Art der Buchhaltung in deutsch, als auch in Englisch.

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