Was ist Liquidität?

Allgemein bezeichnet Liquidität die Fähigkeit, im Markt ein bestimmtes Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes tauschen zu können. Mit Ausnahme des Tauschmarktes ist mindestens eines der beiden Wirtschaftsgüter ein Zahlungsmittel in Form von Geld. Die Verfügbarheid über genügend Zahlungsmittel, nennt man auch Liquidität.

Mit Liquiditätsgraden werden Unternehmen beurteilt, um die liquidität zu prüfen. Ähnlich wie bei der „Anlagedeckung“ werden auch hier Positionen der Vermögensseite mit Positionen der Kapitalseite verglichen. So bezeichnen Liquiditätsgrade die Eigenschaften von Vermögensobjekten mit Bezug auf ihre Geldnähe (leicht in Geld umzuwandeln) oder Geldferne (schwer in Geld umzuwandeln).

Liquidität in der Betriebswirtschaft

Betriebwirtschaftlich gesehen ist Liquidität die Fähigkeit eines Wirtschaftssubjekts, fällige Verbindlichkeiten jederzeit (also fristgerecht) und uneingeschränkt bezahlen zu können. Neben Überschuldung ist die häufigste Insolvenzursache eine mangelnde Liquidität. Liquiditätsprobleme entstehen oft sehr überraschend. Wenn ein Unternehmen die Liquiditätsplanung unzureichend durchführt, wird dieses Problem gelegentlich noch eine Weile von der Leitung verschwiegen. Das geschieht, weil die Leitung des Unternehmens versucht das Unternehmen zu „retten“. Es werden dann z. B. nur noch die wichtigesten Verpflichtungen beglichen, es werden keine Skontoboni mehr genutzt, Kreditlinien überzogen usw. Diese Betriebs-Politik führt jedoch zu höheren Ausgaben und zu einer immer schlechteren Liquidität und geht meistens nicht sehr gut aus. Das Unternehmen gerät in Schwierigkeiten, geht pleite, muss Insolvens anmelden und das Unternehmen ist Geschichte!

Achte deshalb immer gut darauf, dass du deine Liquiditätsplanung ausreichend planen kannst.