Wähle deine Sprache

Deutsch

Wähle dein Land

Entdecke unsere länderspezifischen Funktionen in deiner bevorzugten Sprache.

Anmelden
Ratgeber
Rechnung

E-Rechnung Fachsprache

Alle Begriffe der E-Rechnung verständlich erklärt: EN 16931, UBL und CII, XRechnung und ZUGFeRD, Leitweg-ID, Business Terms und der Aufbau einer XML-Rechnung.

Floris Stigter Online-Marketer · Rechnungswesen Aktualisiert 9. September 2026

E-Rechnung Fachsprache: Alle Begriffe und Abkürzungen erklärt

Die Umstellung auf elektronische Rechnungen konfrontiert viele Unternehmer mit einer Flut technischer Begriffe. EN 16931, UBL, CII, Leitweg-ID, XRechnung, ZUGFeRD: Diese Abkürzungen tauchen in jeder Anleitung auf, doch ihre Bedeutung bleibt oft unklar. Dieser Leitfaden übersetzt die E-Rechnung Fachsprache in verständliche Erklärungen und zeigt dir, welche Begriffe du für die E-Rechnung in deinem Unternehmen kennen musst.

EN 16931: Der europäische Standard für elektronische Rechnungen

EN 16931 bildet das Fundament der europäischen E-Rechnung. Diese Norm definiert ein semantisches Datenmodell, das festlegt, welche Informationen eine elektronische Rechnung enthalten muss. Die Europäische Kommission verabschiedete den Standard 2017, um die grenzüberschreitende Rechnungsstellung zu vereinheitlichen.

Das Datenmodell beschreibt rund 170 Geschäftsbegriffe (Business Terms), gegliedert in logische Gruppen (Business Term Groups). Jeder Begriff trägt eine eindeutige Kennung: BT für einzelne Begriffe, BG für Gruppen. BT-1 bezeichnet beispielsweise die Rechnungsnummer, BG-23 die Rechnungspositionsgruppe.

CII und UBL: Die zwei XML-Sprachen der E-Rechnung

EN 16931 erlaubt zwei offizielle Syntaxen zur technischen Abbildung des Datenmodells: UN/CEFACT Cross Industry Invoice (CII) und Universal Business Language (UBL) in Version 2.1.

  • UBL 2.1: Entstand unter der Federführung von OASIS, einem internationalen Standardisierungsgremium. Das Format zeichnet sich durch eine schlanke Struktur aus und findet breite Anwendung im Peppol-Netzwerk. Wenn du UBL für deine Rechnungen verwendest, profitierst du von einer wachsenden internationalen Akzeptanz.
  • UN/CEFACT CII: Wurde von den Vereinten Nationen entwickelt und bietet mehr Flexibilität für komplexe Geschäftsprozesse. ZUGFeRD nutzt dieses Format als Basis. CII eignet sich besonders für Unternehmen mit vielschichtigen Rechnungsanforderungen.

XRechnung und ZUGFeRD: Deutsche Umsetzungen des EU-Standards

Deutschland hat zwei nationale Profile entwickelt, die den europäischen Standard EN 16931 umsetzen.

  • XRechnung: Das verbindliche Format für Rechnungen an öffentliche Auftraggeber in Deutschland. Das Format basiert auf UBL 2.1 oder CII und enthält zusätzliche nationale Regeln. Seit November 2020 müssen alle Lieferanten des Bundes ihre Rechnungen im XRechnung-Format einreichen.
  • ZUGFeRD: (Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland) verfolgt einen hybriden Ansatz. Das Format bettet strukturierte XML-Daten im CII-Format in eine PDF-Datei ein. Menschen können die PDF lesen, Maschinen extrahieren die XML-Daten automatisch.

Die Leitweg-ID: Deine Adresse für Behördenrechnungen

Die Leitweg-ID funktioniert wie eine Postleitzahl für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber. Diese alphanumerische Kennung identifiziert den Rechnungsempfänger eindeutig und stellt die korrekte Zustellung sicher. Sie besteht meist aus der Grobadressierung, einer Feinadressierung und einer Prüfziffer (z. B. 991-12345-67).

Peppol: Das internationale Netzwerk für E-Rechnungen

Peppol (Pan-European Public Procurement Online) ist ein Netzwerk für den elektronischen Dokumentenaustausch. Das Netzwerk arbeitet mit einem Vier-Ecken-Modell: Sender, Access Point des Senders, Access Point des Empfängers, Empfänger.

E-Rechnung Abkürzungen im Überblick

Die folgende Tabelle erklärt die häufigsten technischen Begriffe und Abkürzungen:

AbkürzungBedeutungErklärung
BTBusiness TermEin einzelnes Datenelement (z. B. BT-1 für die Rechnungsnummer).
BGBusiness Term GroupEine logische Gruppe von Datenfeldern (z. B. BG-25 für die Positionen).
XSDXML Schema DefinitionTechnische Beschreibung der Struktur eines XML-Dokuments.
SchematronValidierungssprachePrüft die Geschäftslogik (z. B. „Wenn Feld A existiert, muss auch Feld B da sein“).
CIUSCore Invoice Usage SpecificationNationale oder branchenspezifische Erweiterung (z. B. ist XRechnung eine CIUS).

E-Rechnung XML Aufbau: Die Struktur erklärt

Eine E-Rechnung im XML-Format folgt einer hierarchischen Struktur.

  • Header (Kopfbereich): Enthält Rechnungsnummer (BT-1), Datum (BT-2) und Währung (BT-5).
  • Verkäufer & Käufer (BG-4 / BG-7): Name, Adresse und Steuernummern beider Parteien.
  • Positionsebene (BG-25): Listet alle Dienstleistungen oder Waren mit Menge und Einzelpreis auf.
  • Summenbereich: Abschluss mit Netto-, Steuer- und Gesamtbeträgen.

Alle Pflichtangaben einer Rechnung müssen hier korrekt platziert sein.

Codelisten: Standardisierte Werte

Um die maschinelle Verarbeitung sicherzustellen, werden weltweit einheitliche Codelisten verwendet:

StandardBereichBeispielISO 3166-1 Alpha-2LändercodesDE (Deutschland), AT (Österreich)ISO 4217WährungenEUR, USD, CHFUN/ECE Rec 20MaßeinheitenC62 (Stück), HUR (Stunde), KGM (Kilogramm)UNTDID 5305SteuerkategorienS (Standard), E (Steuerbefreit), AE (Reverse Charge)

Skonto, Anhänge und Archivierung

  • Skonto: Wird über BT-9 (Fälligkeit) und BT-20 (Zahlungsbedingungen) geregelt. Bei einer Zahlungserinnerung sollten diese Fristen genau geprüft werden.
  • Anhänge: ZUGFeRD erlaubt das Einbetten von Lieferscheinen oder Verträgen direkt in das PDF/XML. Das Lieferdatum wird in BT-72 dokumentiert.
  • Archivierung: Gemäß GoBD müssen E-Rechnungen acht Jahre lang revisionssicher im Originalformat (XML) gespeichert werden. Dies gilt besonders für den Empfang von E-Rechnungen.

Praktische Umsetzung mit Informer

Die Fachsprache erscheint komplex, doch moderne Software wie Informer übernimmt die technischen Details für dich. Du kannst ganz einfach EN-16931-konforme E-Rechnungen erstellen, während das System im Hintergrund die korrekte XML-Struktur aufbaut. Sogar für eine wiederkehrende Rechnung werden Leitweg-ID und Codelisten automatisch korrekt hinterlegt.

Kurz gesagt: Dieser Leitfaden erklärt dir verständlich Fachbegriffe der E-Rechnung wie EN 16931, UBL und Leitweg-ID. Du erfährst, wie du Abkürzungen deutest, Fehler behebst und rechtssicher archivierst, um deine Buchhaltung erfolgreich zu digitalisieren.

Erstelle dein kostenloses Informer-Konto

Gib deine E-Mail-Adresse ein und wir senden dir eine E-Mail zur Aktivierung deines Kontos.

Land der Niederlassung
Keine Kreditkartendaten erforderlich. E‑Rechnungen bleiben immer kostenlos. Persönlicher Support innerhalb von 5 Minuten.

Wo meldest du dich an?

Wähle danach, wann dein Konto angelegt wurde.

Noch kein Konto?

Cookies auf dieser Website

Wir verwenden Cookies, damit diese Website funktioniert, um zu messen, wie sie genutzt wird, und um unsere Werbung zu messen. Notwendige Cookies sind immer aktiv; für Statistik und Marketing fragen wir dich um Erlaubnis. Unten siehst du pro Kategorie, welche Cookies das sind, wer sie setzt und wie lange sie bleiben.

Notwendig Immer aktiv

Nötig, damit die Website funktioniert: Sicherheit, deine Sprachwahl, die Anmeldung und das Speichern dieser Cookie-Einstellung. Dazu gehört auch unsere eigene Besuchsmessung. Sie läuft auf unserer eigenen Domain, geht nicht an Werbetreibende und wird nie mit deinem Namen oder deiner E-Mail-Adresse verknüpft.

Statistik

Google Analytics, damit wir sehen, welche Seiten besucht werden und wie sich Besucher über die Website bewegen. Ohne deine Einwilligung werden diese Cookies nicht gesetzt.

Marketing

Cookies von Google Ads, Meta, Microsoft Advertising und LinkedIn. Über sie bekommst du unsere Anzeigen auf anderen Websites zu sehen, und wir messen, ob diese Anzeigen wirken. Ohne deine Einwilligung werden diese Cookies nicht gesetzt.