Videokonferenz-Tools im Vergleich

Gerade zu Homeoffice Zeiten sind Videokonferenz-Tools sehr praktisch, denn aktuelle Themen und Ziele, die das Unternehmen betreffen können mit allen Mitarbeitern besprochen werden. Doch welches Videokonferenz-Tool passt am besten zu deinen Bedürfnissen? Reicht dir ein kostenloses Programm und wäre dir das optimale Tool eine Investition wert? In diesem Blog zeigen wir dir alle Tools im Vergleich, damit du auswählen kannst, welche Software am besten zu dir passt!

Um an einer Videokonferenz teilzunehmen, braucht du Internet, ein Mikrophon und eine Webcam. Ein Laptop wäre also ideal, mit dem Smartphone geht’s aber auch – besonders für kurze Anrufe.

Diese Anbieter stellen wir dir heute vor: Google Hangouts, Skype, Microsoft Teams, Slack, Webex, Zoom und Whereby

1. Google Hangouts

Google HangoutsGoogle Hangouts kann als Chat- und Videkonferenz-Tool genutzt werden. Alles was ihr für die Teilnahme braucht, ist ein Google-Benutzerkonto. Es muss also kein Programm heruntergeladen werden. Videokonferenzen können kostenlos bis zu 25 Personen gehalten werden. Außerdem Google Hangouts ist sehr benutzerfreundlich und besonders handlich, wenn andere Google Produkte, wie Google Docs auch verwendet werden, da die Software den Nutzern dadurch bereits vertraut ist und die Programme kombiniert werden können.

  • Besonderheiten: Bildschirmübertragung, Einwahl per Telefon und die Aufzeichnungsfunktion.
  • Pro: Benutzerfreundlich, Plattform- und browserübergreifende Verfügbarkeit
  • Con: Teilnehmerzahl eingeschränkt

2. Skype

SkypeSkype verdanken wir wohl den Anfang der Videochats. Das Programm gibt es schon seit 2003 und hat die Welt der Kommunikation im Internet wahrhaftig verändert. Das Tool von Microsoft muss als App heruntergeladen werden und ist mit einem Account zugänglich. Videokonferenzen können mit bis zu 50 Teilnehmern gehalten werden. Außerdem können Dateien versandt werden und die Bildschirmgabe kann auch bei Skype genutzt werden. Andere Business-Funktionen werden allerdings nicht angeboten.

  • Besonderheiten: Desktop-Sharing, Aufzeichnungsfunktion
  • Pro: Nostalgie-Faktor, Bediengungsfreundlich, kostenlos
  • Con: Nur für einfache Videokonferenzen gedacht

3. Microsoft Teams

Microsoft TeamsMicrosoft Teams ist der Nachfolger von Skype und wurde speziell für Businesszwecke entwickelt. Die Cloud-basierende Software vereint Chat- und Videofunktionen mit dem gemeinsamen Austausch und der Bearbeitung von Dokumenten durch die Integration anderer Programme wie Office 365, Trello und Evernote. Das Programm ist kostenlos, kann aber inklusive dem Office 365 Paket für 4,20€ im Monat gebucht werden. Das Teilnehmerlimit beträgt 250 Personen.

  • Besonderheiten: Cloud-Speicher, Integration von Business Apps, Destop-Sharing, Full-HD Bildqualität
  • Pro: Integration von Apps und Office 365 Produkten, kostenlos, hohe Teilnehmerzahl
  • Con: Andere Programme bieten mehr Video-Funktionen

4. Slack

Viele benutzen Slack bereits als Online Plattform für Management Zwecke, entweder im Browser, oder noch besser als App. Das Tool ist durch seine vielen verschiedenen Channels sehr praktisch. So kann eine Videokonferenz zum Beispiel im Channel #Marketing oder #HR abgehalten werden, wodurch alle Mitglieder bereits im Chat sind. Mitglieder des Channels können jederzeit zuschalten. Wie bei den anderen Programmen kann auch hier der Bildschirm geteilt werden, allerding muss für andere Interaktive Funktionen auf andere Programme zurück gegriffen werden.

  • Besonderheiten: Bild des Sprechers wird vergrößert, Managementtool, verschiedene Channel
  • Pro: Management- und Videokonferenz-Tool in einem
  • Con: Andere Programme bieten mehr Video-Funktionen

5. Webex

Webex kann als kostenlose und kostenpflichte Version erworben werden. Für den Einzelnutzer ist das Programm generell kostenlos. Bei der Gratisversion ist die Teilnehmerzahl bei Videokonferenzen auf 100 Teilnehmer beschränkt. Auch der Bildschirm kann geteilt werden. Was das Programm so besonders macht? Es können während der Konferenz Umfragen geteilt werden, außerdem kann ein virtuelles Whiteboard genutzt werden um Sachverhalte anschaulicher zu gestalten. Praktisch ist auch, dass man ebenfalls im Browser oder per Telefon an einer Konferenz teilnehmen kann.

Aktuell: Anlässig der Corona-Krise können Unternehmen das Programm ohne Einschränkungen für 90 Tage testen. Nach dieser Zeit ist es kostenpflichtig (ab 12,85€ im Monat). Gerade wenn euer Unternehmen nur während der Krise Videokonferenzen führt, ist dieses Angebot ideal. Mehr erfahrt ihr hier: Angebot für 90 Tage

  • Besonderheiten: Desktop-Sharing, Whiteboarding, gemeinschaftliches Dokumenten-Management und Fernzugriff auf Computer und das Erstellen von Umfragen während der Konferenz, Aufzeichnungen
  • Pro: Während der Krise kostenlose Test-Version, sehr viele Funktionen
  • Con: Allgemein kostenpflichtig

6. Zoom

Zoom ist eines der Tools, mit den meisten Videofunktionen, allerdings gibt es mit der Gratisversion Einschränkungen. Mit einer bedienungsfreundlichen Software ist das Programm schon lange ein Must-Have für viele Unternehmen. Zu den Funktionen gehören: Dateiversand, ein interaktives Whiteboard und Wortmeldungen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, den Hintergrund zu tauschen, so musst du dein Homeoffice Arbeitsplatz nicht vor dem Videocall aufräumen, bzw. musst du dein Zimmer nicht deinen Arbeitskollegen preisgeben. Zoom kannst du sowohl als Software als auch als App herunterladen oder im Browser benutzen. Mit der Gratisversion, können bis zu 100 Personen einer Videokonferenz teilnehmen, allerdings ist die Zeit auf 40 Minuten pro Videocall beschränkt. Die Pro-Version ist ab 13,99€ im Monat erhältlich.

  • Besonderheiten: Dateiversand, ein interaktives Whiteboard und Wortmeldungen, Hintergrund ersetzen, Bildschirmfreigabe, Übergabe von Tastatur/-Maussteuerung, Terminplanung, Einladung per Link.
  • Pro: Viele Funktionen und Besonderheiten wie Bildschirmtausch
  • Con: Bei der Basic-Version sind Konferenzen auf 40 Minuten beschränkt.

 

7. Whereby

WherebyWhereby kann für Einzelpersonen als Free-Version bezogen werden, jedoch ist das Paket auf einen Chatroom beschränkt, an dem 4 Personen teilnehmen können. Somit haben andere Free-Versionen Whereby einiges voraus. Interessant wird das Programm eher in der Pro-Version. Das kostenpflichtiges Programm ist ab 10€ im Monat erhältlich ist. An den Konferenzen können 12 Personen teilnehmen. Teilnehmer können in allen Versionen per Link zu der Konferenz eingeladen werden. Außerdem können sowohl in der Free als auch in der Pro-Version gesicherte Chatrooms eingerichtet werden, bei denen Chatteilnehmer vor dem Beitritt überprüft bzw. authentifiziert werden. Ein weiteres special bei der Pro-Version ist, dass das Layout der Chats und der einzelnen Gesprächsfenster verändert werden kann. Somit können Kunden in einen Chat eingeladen werden, der im Coporate Design gestaltet ist.

Die Pro Version kann für 9,99€ Erworben werden im ist für einen Teilnehmer und 3 Business-Rooms vorgesehen.  Alle Angebote und Unterschiede findest du hier: https://whereby.com/information/pricing/

  • Besonderheiten: Authentifizierung von Teinehmern, Locked Chats, Destop-Sharing, Integration von YouTube (Programme wie Trello und Google Drive nur in der Pro Version)
  • Pro: Mehr Sicherheit durch Locked Rooms, Integration vom Coporate Design in der Pro Version
  • Con: Die kostenlose Version hat gegenüber den anderen kostenlosen Versionen weitaus weniger zu bieten. Teilnehmerzahl bis zu 4 Personen.

Fazit

  • Wenn dein Managementtool eine Videofunktion anbietet, empfehlen wir, dieses für einfache Videocalls zu verwenden. Slack bietet hier eine sehr gute Variante.
  • Wenn es interaktiver sein soll, empfehlen wir dir, die 90 tage Testversion von Webex auszuprobieren! Wenn du nicht zahlen möchtest, musst du nur aufpassen, dass du dein Abo innerhalb der 90 Tage kündigst. Falls du Programm für längere Zeit suchst, ist Zoom eine sehr gute Variante.
  • Für Microsoft 365 Nutzer ist Microsoft Teams ideal, da die einzelnen Programme integriert werden können. Dasselbe gilt bei Google Hangouts für Google docs etc.

Allgemein solltet ihr also das Programm wählen, das ihr mit euren anderen Programmen, die ihr verwendet, kombinieren könnt.