Pflichtangaben Rechnung
Der Text erklärt die gesetzlich geregelten Pflichtangaben einer Rechnung nach §14 UstG, einschließlich Angaben zu Unternehmen, Kunde, Leistung, Datum, Rechnungsnummer und Steuern. Für Kleinbetragsrechnungen (bis 400 Euro) gelten vereinfachte Anforderungen.
13/1/2026
Von
Nicole

Pflichtangaben und Bestandteile einer Rechnung

Die Pflicht zum Schreiben von Ausgangsrechnungen ist gesetzlich geregelt und daher muss dies jedes Unternehmen tun. Doch was sind die Pflichtangaben einer Rechnung? Dies zeigen wir dir im folgenden Artikel.

Erforderliche Bestandteile einer Rechnung

Die erforderlichen Angaben in einer Rechnung (Pflichtangaben einer Rechnung) sind im §14 des Umsatzsteuergesetzes (UstG) geregelt.

Welche Angaben dürfen nicht fehlen?

Für deine Buchhaltung ist es sehr wichtig, dass deine Rechnungen vollständig sind. Diese Punkte müssen enthalten sein

Pflichtangaben einer Rechnung
Pflichtangaben einer Rechnung

           
  • Steuernummer
  •        
  • Der Name und die vollständige Adresse des Empfängers
  •        
  • Rechnungsnummer (als fortlaufende Nummer*)
  •        
  • Art der erbrachten Leistung
  •        
  • Die Anzahl der Stunden (falls zutreffend)
  •        
  • Das Lieferdatum der erbrachten Leistung
  •        
  • Das Stundenhonorar (falls zutreffend)
  •        
  • Netto honorar
  •    
  • Die Steuer
  • Die Umsatzsteuer (wenn du umsatzsteuerpflichtig bist**)
  •        
  • Sonstige Steuern und Abgaben, wenn diese im Rechnungsbetrag enthalten sind.
  • Das Bruttohonorar
  •        
  • Das Zahlungsziel
  •        
  • Das Datum der Rechnungsstellung und deine Unterschrift

Folgendes gilt es noch zu beachten:

           
  • Übersteigt eine Rechnung mehr als 10 000 Euro, muss auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistungsempfänger angegeben werden.
  •        
  • Wird für die erbrachte Leistung oder für die gelieferte Ware keine Steuer erhoben, so ist ein Hinweis darauf erforderlich, dass eine Steuerbefreiung gilt.

Eine Rechnung kann zusätzlich einen Hinweis auf die Zahlung beinhalten. Dies ist aber keine der Pflichtangaben einer Rechnung. Es kann auf diese Weise aber ein Zahlungsziel angegeben werden. Gewährt ein Unternehmer Skonto, so muss das in der Rechnung angegeben werden. Der Skontobetrag und die Zahlungsfrist, in der Skonto gewährt wird, müssen in der Rechnung aufgeführt werden. Ein weiterer wichtiger Bestandteil einer Rechnung ist die Bankverbindung des Zahlungsempfängers. Kontonummer, Bankleitzahl und Bezeichnung der Bank gehören dazu.

Pflichtangaben einer Rechnung mit geringem Betrag

Egal bei welchem Wert, Unternehmen müssen immer Rechnungen schreiben. Der Aufbau einer Rechnung über solche geringen Beträge kann sich jedoch vom Aufbau höherer Rechnungen unterscheiden. Bei Rechnungen, deren Gesamtbetrag 400 Euro nicht übersteigt, genügen neben dem Ausstellungsdatum folgende Angaben:

           
  1. Der Name und Anschrift des Unternehmens
  2.        
  3. die Menge und die handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und der Umfang der sonstigen Leistung
  4.        
  5. Lieferdatum bzw. Lieferzeitraum
  6.        
  7. das Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe
  8.        
  9. der Steuerbertag
  10.        
  11. der Steuersatz.

Häufig gestellte Fragen.

Welche gesetzliche Grundlage regelt die Pflichtangaben einer Rechnung?
Was sind die grundlegenden Pflichtangaben einer Rechnung über die Adressdaten hinaus?
Was muss zusätzlich beachtet werden, wenn eine Rechnung 10.000 Euro übersteigt?
Was ist zu tun, wenn für die Leistung keine Steuer erhoben wird?
Sind Hinweise zur Zahlung oder Skonto Pflichtangaben?
Welche vereinfachten Angaben sind bei Rechnungen mit einem Gesamtbetrag von maximal 400 Euro erforderlich?

Nicole

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