
Seit 2014 ist ebInterface der verbindliche Standard für elektronische Rechnungen an österreichische Behörden und öffentliche Auftraggeber (B2G). Das Format basiert auf der europäischen Norm EN 16931 und wurde speziell für den österreichischen Markt entwickelt. Dieser Leitfaden erklärt dir die technischen Besonderheiten von ebInterface, seine Einsatzgebiete und wie du es für deine E-Rechnung in Österreich nutzt.
ebInterface ist der österreichische Standard für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber. Das Format basiert auf der europäischen Norm EN 16931 und wurde ursprünglich für den österreichischen öffentlichen Sektor entwickelt. Seit dem 1. Jänner 2014 müssen alle Lieferanten des Bundes ihre Rechnungen im ebInterface-Format einreichen.
Eine ebInterface-Rechnung besteht ausschließlich aus strukturierten XML-Daten ohne visuelle Darstellung. Computer können diese Daten direkt verarbeiten, während Menschen eine spezielle Software zur Anzeige benötigen. Die Pflichtangaben einer Rechnung werden in einem definierten Schema übertragen, was die automatische Prüfung und Verarbeitung durch österreichische Behörden ermöglicht.
Für österreichische Unternehmen, die auch mit deutschen Geschäftspartnern arbeiten, sind die deutschen Formate XRechnung und ZUGFeRD relevant. Beide Formate sind ebenfalls EN 16931-konform und können für den Austausch mit deutschen Partnern genutzt werden.
Die XRechnung ist der deutsche Standard für elektronische Rechnungen an öffentliche Auftraggeber (B2G). Das Format basiert ebenfalls auf EN 16931 und wurde vom IT-Planungsrat als verbindlicher Standard für die deutsche öffentliche Verwaltung festgelegt. Seit 2020 müssen Lieferanten Rechnungen an deutsche Bundesbehörden im XRechnung-Format übermitteln.
Für österreichische Unternehmen, die Rechnungen an deutsche Behörden stellen, ist XRechnung erforderlich. Eine ebInterface-Rechnung wird von deutschen Behörden nicht akzeptiert.
ZUGFeRD kombiniert eine menschenlesbare PDF-Datei mit maschinenlesbaren XML-Daten. Der Name steht für Zentraler User Guide des Forums elektronische Rechnung Deutschland.
Dieses Hybridformat löst ein praktisches Problem: Empfänger ohne spezialisierte Buchhaltungssoftware können die Rechnung einfach als PDF öffnen und lesen. Gleichzeitig ermöglicht das eingebettete XML die automatische Verarbeitung im Hintergrund. ZUGFeRD wird häufig für den Austausch mit deutschen B2B-Partnern verwendet, da es EN 16931-konform ist.
ZUGFeRD definiert verschiedene Profile, um unterschiedliche Anforderungen abzudecken:
Die Wahl zwischen den Formaten hängt primär von deinem Kundenstamm ab.
Führende Systeme unterstützen heute ebInterface und die deutschen Formate:
Um sicherzustellen, dass deine Dokumente nicht abgelehnt werden, ist die Einhaltung der Business Terms (BT) nach EN 16931 entscheidend.
Wenn du beim Rechnungen schreiben unsicher bist, helfen dir Begriffe aus der E-Rechnung Fachsprache weiter. Auch zusätzliche Informationen wie Rabatte oder Referenzen zum Lieferschein müssen korrekt in den XML-Tags abgebildet werden.
Seit dem 1. Jänner 2014 besteht in Österreich die E-Rechnungspflicht für alle Rechnungen an öffentliche Auftraggeber (B2G). Diese müssen im Format ebInterface ausgestellt werden. Für den B2B-Bereich existiert derzeit noch keine allgemeine Pflicht, jedoch wird eine Ausweitung diskutiert.
Österreichische Unternehmen, die auch mit deutschen Geschäftspartnern arbeiten, sollten zusätzlich die Formate XRechnung (für deutsche Behörden) und ZUGFeRD (für deutsche B2B-Partner) unterstützen, da diese ebenfalls EN 16931-konform sind.
Die technologische Umstellung ist komplex, aber mit den richtigen Tools bewältigbar. Überprüfe zunächst, welchen Anteil deiner Kunden österreichische Behörden ausmachen, um zu entscheiden, ob du primär ebInterface benötigst oder auch deutsche Formate unterstützen musst.
Für österreichische Unternehmen ist ebInterface seit 2014 der Standard für B2G-Geschäfte. Moderne Buchhaltungssoftware wie Informer Invoicing unterstützt alle relevanten Formate und erleichtert die Umstellung erheblich.




